Eine Demenzdiagnose verändert vieles – aber sie bedeutet nicht, dass Selbstbestimmung und persönliche Freiheit verloren gehen. Im Seniorendomizil Haus Marienthal in Deggendorf setzt compassio deshalb auf den Werdenfelser Weg und individuelle Lösungen, die Sicherheit und Selbstbestimmung miteinander verbinden.
Eine Demenzerkrankung stellt Menschen, Angehörige und Pflegekräfte im Alltag immer wieder vor neue Herausforderungen. Orientierung kann schwerer fallen, vertraute Abläufe verändern sich und Situationen entstehen, in denen die Sicherheit eines Menschen besonders im Mittelpunkt steht.
Doch bei aller notwendigen Unterstützung bleibt ein wichtiger Grundsatz bestehen: Menschen mit Demenz sollen so viel Selbstbestimmung und Lebensqualität wie möglich behalten.
Im Seniorendomizil Haus Marienthal in Deggendorf wird deshalb mit dem Werdenfelser Weg gearbeitet. Der Ansatz hilft dabei, freiheitsentziehende Maßnahmen kritisch zu hinterfragen und gemeinsam nach individuellen Alternativen zu suchen.
Der Werdenfelser Weg setzt sich mit der Frage auseinander, wie Menschen in der Pflege geschützt werden können, ohne ihre Bewegungsfreiheit unnötig einzuschränken.
Gerade bei Menschen mit Demenz können beispielsweise Sturzrisiken, Orientierungsschwierigkeiten oder herausfordernde Situationen dazu führen, dass über einschränkende Maßnahmen nachgedacht wird.
Der Werdenfelser Weg verfolgt dabei einen anderen Blickwinkel: Welche individuellen Möglichkeiten gibt es, Sicherheit zu schaffen, ohne Selbstbestimmung unnötig einzuschränken?
Dabei wird die jeweilige Situation des Menschen genau betrachtet. Denn eine Lösung, die für einen Bewohner funktioniert, muss nicht automatisch für einen anderen geeignet sein.
Eine individuelle Pflege bei Demenz beginnt nicht erst mit der aktuellen Situation. Sie setzt auch bei der Lebensgeschichte eines Menschen an.
Welche Gewohnheiten hat ein Mensch über viele Jahre entwickelt? Welche Tagesstruktur ist vertraut? Welche Musik wurde gerne gehört? Gibt es bestimmte Gerüche, Gegenstände oder Tätigkeiten, die Erinnerungen wecken?
Biografiearbeit kann dabei helfen, Menschen mit Demenz besser zu verstehen und ihnen Orientierung zu geben.
Das Wissen über die persönliche Geschichte kann Pflegekräften wichtige Hinweise für den Alltag liefern. Vertraute Rituale oder Beschäftigungen können Sicherheit vermitteln und dabei helfen, individuelle Bedürfnisse besser zu erkennen.
Demenzpflege bedeutet immer wieder, unterschiedliche Bedürfnisse miteinander abzuwägen. Sicherheit ist wichtig – gleichzeitig soll ein Mensch möglichst viele Entscheidungen selbst treffen und seinen Alltag aktiv mitgestalten können.
Genau hier setzt der Werdenfelser Weg an.
Statt ausschließlich danach zu fragen, wie ein Risiko vermieden werden kann, geht es auch um die Frage:
Dieser Perspektivwechsel kann neue Möglichkeiten eröffnen und dazu beitragen, individuelle Lösungen für den Pflegealltag zu finden.
Eine Demenzerkrankung verändert einen Menschen. Sie verändert aber nicht seine Würde, seine Lebensgeschichte oder sein Bedürfnis nach Wertschätzung.
Für compassio bedeutet gute Pflege deshalb mehr als Versorgung und Schutz. Es geht darum, Menschen individuell wahrzunehmen, ihre Biografie zu berücksichtigen und ihre Selbstbestimmung so lange wie möglich zu erhalten.
Das Seniorendomizil Haus Marienthal zeigt, wie dieser Anspruch im Pflegealltag mit Leben gefüllt werden kann.
Denn hinter jeder Demenzdiagnose steht vor allem eines: ein Mensch mit einer eigenen Geschichte. 💚
Wie der Werdenfelser Weg und die individuelle Demenzpflege im Haus Marienthal in Deggendorf umgesetzt werden, zeigt auch der aktuelle Bericht von idowa: