Unsere Einrichtung ist umfassend auf hohe Temperaturen vorbereitet. Dazu gehören regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden zu Hitzeschutz, Dehydratations- und Exsikkoseprophylaxe sowie zum Erkennen möglicher Symptome von Überhitzung oder Flüssigkeitsmangel.
Zusätzlich beobachten die Einrichtungen Hitzewarnungen, zum Beispiel über den Deutschen Wetterdienst. Für den Umgang mit Hitzewarnungen gibt es festgelegte Abläufe und Zuständigkeiten im Team, damit Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden können.
Im Alltag achten wir darauf, die Räumlichkeiten kühl zu halten. Morgens wird frühzeitig gelüftet, anschließend werden die Räume über Außenrollos abgedunkelt. Spaziergänge und leichte Aktivitäten im Freien finden überwiegend am Vormittag statt. Im Außenbereich stehen Sonnenschirme, um für ausreichend Schatten zu sorgen. Außerdem achten wir auf luftige, sommerliche Kleidung, Sonnenhüte und Sonnencreme.
Auch die Küche stellt sich auf die sommerlichen Temperaturen ein. Angeboten werden unter anderem Melone, Wassereis, Saftschorlen, kühle Getränke und leichte Speisen.
Das Pflege- und Betreuungsteam bietet verstärkt Getränke an und achtet besonders darauf, dass Bewohnerinnen und Bewohner regelmäßig trinken. Getränke werden gut sichtbar und erreichbar bereitgestellt und aktiv angereicht. Gerade an heißen Tagen werden zusätzlich Saftschorlen, kühle Getränke, Wassereis oder wasserreiche Speisen angeboten.
Bei Bewohnerinnen und Bewohnern mit bestimmten Vorerkrankungen, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wird die geeignete Trinkmenge individuell betrachtet und bei Bedarf mit ärztlichen Ansprechpersonen abgestimmt.
Bei Bewohnerinnen und Bewohnern mit erhöhtem Risiko werden sogenannte Einfuhrprotokolle geführt. So kann nachvollzogen werden, ob ausreichend Flüssigkeit aufgenommen wird oder ob zusätzliche Maßnahmen notwendig sind.
Menschen mit Demenz erhalten bei Bedarf zusätzliche, niedrigschwellige Angebote. Dazu gehören zum Beispiel Wackelpudding, kleine Eiswürfel zum Lutschen oder Wassereis. Das hilft, Flüssigkeit aufzunehmen, wenn das klassische Trinken unterstützt werden muss. Zudem beobachten unsere Mitarbeitenden demenzerkrankte Bewohnerinnen und Bewohner besonders aufmerksam und bieten regelmäßig Unterstützung an. Wichtig ist dabei auch, Getränke in greifbarer Nähe bereitzustellen, immer wieder aktiv anzubieten und das Trinken bei Bedarf zu begleiten.
Ja, auf Bewohnerinnen und Bewohner mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen Vorerkrankungen wird besonders geachtet. Wichtig sind für diese Personen kühle Räume ohne direkte Sonneneinstrahlung. Je nach Situation können zusätzlich Ventilatoren oder Klimageräte, kühle Waschlappen, kühlende Waschungen, ein Kleiderwechsel oder auch ein kühles Fußbad eingesetzt werden. Bei bestimmten Vorerkrankungen wird auch die geeignete Trinkmenge individuell betrachtet und bei Bedarf mit ärztlichen Ansprechpersonen abgestimmt. Gleichzeitig achten die Mitarbeitenden auf mögliche Krankheitssymptome oder Veränderungen des Allgemeinzustands.
Ja, auch hier greift ein abgestimmtes Schutzkonzept. Die Medikamentenräume sind mit Klimageräten ausgestattet. Die Temperaturen in diesen Räumen werden mehrfach täglich kontrolliert und gemäß Protokoll dokumentiert. Bei Medikamenten selbst achten unsere Mitarbeitenden auf entsprechende Hinweise und stehen bei Fragen im Austausch mit den zuständigen Ärztinnen, Ärzten und Apothekern. Das ist wichtig, weil bestimmte Medikamente die Hitzeverträglichkeit beeinflussen oder die Haut empfindlicher gegenüber Sonneneinstrahlung machen können.
Unsere Mitarbeitenden achten insbesondere auf Anzeichen von Überhitzung, Flüssigkeitsmangel oder Kreislaufproblemen. Dazu zählen zum Beispiel trockener Mund oder trockene Zunge, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Kurzatmigkeit, Muskelkrämpfe, ungewöhnliche Erschöpfung, Unruhe, plötzliche Verwirrtheit, Kreislaufbeschwerden, erhöhte Körpertemperatur sowie eine verminderte Urinausscheidung oder stark konzentrierter Urin. Besonders ernst nehmen wir Bewusstseinseintrübungen, starke Überhitzung oder Anzeichen eines Hitzschlags.
Da unsere Mitarbeitenden regelmäßig zum Thema Hitzeschutz und Dehydratationsprophylaxe geschult werden, sind sie für solche Warnzeichen sensibilisiert und können schnell reagieren.