Seniorendomizil Haus Heinrich beteiligte sich erfolgreich am Modellprojekt „Gesunde und gewaltfreie Pflege“ in Bayern unter wissenschaftlicher Begleitung

Unternehmen | 03.07.23
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Das Präventionsprojekt Gesundheitsförderung und Gewaltprävention in Pflegeheimen nimmt sich der Gewaltthematik in der stationären Langzeitpflege an, indem es gesundheitsfördernde und gewaltfreie Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Mittelpunkt stellt. Das compassio-Seniorendomizil Haus Heinrich in Hemhofen ist eine von 40 ausgewählten stationären Pflegeeinrichtungen, die seit Herbst 2020 in den vergangenen drei Jahren am Modellprojekt teilnehmen durften. Am 28.Juni 2023 wurde im Rahmen des feierlichen Projektabschlusses das Zertifikat an die teilnehmenden Pflegeeinrichtungen überreicht.

Während eines dreijährigen Modellzeitraums wurden 40 bayerische Pflegeheime in ihren Bemühungen unterstützt, Orte zu sein, in denen alte Menschen gut leben können und die den Mitarbeitenden attraktive Arbeitsplätze bieten. Initiiert wurde das Projekt von AGP Sozialforschung Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Klie in Zusammenarbeit mit der Hans-Weinberger-Akademie der AWO e.V. in München und der Hochschule München.
Unter dem Motto Pflege in Bayern – gesund und gewaltfrei wurden die Projekt-Einrichtungen von Fachleuten unterstützt und begleitet. Dabei geht es darum, die Sensibilität für Dimensionen und Formen von Gewalt in der Pflege zu schärfen und Kompetenzen zu stärken, Gewalthandlungen zu vermeiden und gewaltgeneigten Situationen vorzubeugen. Das Ziel: gesundheitsfördernde und gewaltfreie Lebensbedingungen für Bewohnerinnen und Bewohner einerseits und gesundheitsfördernde und gewaltfreie Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende andererseits.

Das Vorhaben Gesundheitsförderung und Gewaltprävention in Pflegeheimen baut auf erprobten Konzepten und Methoden auf, die individuell ausgewählt und angepasst werden. Mit welchen Konzepten und Methoden die Teams in den Einrichtungen arbeiten wollen, legen sie selbst fest. Beratend und zur Unterstützung bei der Umsetzung standen ein Coach und qualifizierte Fachtrainer zur Seite. Auch ein Rechtscoaching konnte in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Projektes weitere Themen bearbeitet, wie Rahmenbedingungen guter Pflege, Herausfordernde Situationen in der Pflege, Präventionsangebote für Pflege- und Betreuungskräfte, Organisationsentwicklung.

Im Seniorendomizil Haus Heinrich hat ein Projektteam unter der Leitung von Michael Leitmeier, Regionalleiter; Kushtrim Hoti, Einrichtungsleitung; Monika Hümmeler, Qualitätsmanagerin im Haus Heinrich und Hauptprojektverantwortliche sowie Sabrina Pietzsch, Wohnbereichsleitung und stellvertretende Pflegedienstleitung, die Themenfelder bearbeitet und einen Methodenkoffer zur gewaltfreien Kommunikation entwickelt, erprobt und implementiert. Im Haus Heinrich ist Monika Hümmeler nun feste Ansprechpartnerin für Mitarbeiter, Bewohner und Angehörige für das Thema. Ebenso ist das Thema der guten Kommunikation in der Fachbegleitung sowie in den Team-Besprechungen und Blitzrunden fest verankert. Die „goldene Regel der Kommunikation“ hat sich das Team für das Haus Heinrich definiert und als Leitsatz formuliert: „Das Geheimnis guter Kommunikation liegt im Respekt, den wir unseren Mitmenschen entgegenbringen“. Dieser ist im Haus allgegenwärtig und für alle sichtbar präsent. Ebenfalls ist und bleibt die inhaltliche Auseinandersetzung Schwerpunktthema und fester Bestandteil des internen Fortbildungsprogrammes.

Für das Projekt-Team im Haus Heinrich war die Auseinandersetzung mit dem Thema sehr gewinnbringend. „Wir haben in der Projektphase eine Kulturentwicklung im Haus durchlaufen. Die Sensibilität für gute Lebensbedingungen für unsere Bewohner und gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter wurde befördert“, lautet das Fazit der Projektgruppe.

Auch compassio-Geschäftsführerin Monika Nirschl möchte sich herzlich bei allen Mitarbeitenden des Teams in Hemhofen bedanken, die ihre Zeit und Energie eingebracht haben, um die Methoden der Gewaltprävention in die alltägliche Pflegepraxis zu bringen. „Als Organisation, der vulnerable Menschen anvertraut sind, ist es wichtig sich mit dem Thema Gewaltprävention stetig auseinander zu setzen. Wir freuen uns daher darüber, auf die Erfahrungen des Teams bei der systematischen Weiterentwicklung unserer Arbeitsorganisation zurückgreifen zu können.“

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Gute Arbeitsbedingungen für Pflegende und ein gutes Leben für die Heimbewohnerinnen und -bewohner – ohne Demütigungen oder andere Formen von Gewalt – gehören zusammen und bedingen einander. Das ist das Anliegen des Projektes „Gesundheitsförderung und Gewaltprävention in Pflegeheimen“ – Pflege in Bayern: gesund + gewaltfrei.

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