Seniorendomizil Haus Marienthal tritt dem renommierten Bündnis des „Werdenfelser Weg“ bei und vermeidet freiheitsentziehende Maßnahmen

Unternehmen | 17.04.24
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Das Seniorendomizil Haus Marienthal in Deggendorf schließt sich dem Bündnis des „Werdenfelser Weg“ an. Die bundesweit wachsende Initiative setzt sich dafür ein, dass Fixierungen und freiheitsentziehende Maßnahmen von kranken und alten Menschen vermieden werden, wo immer das vertretbar ist. Dabei werden Schutzmaßnahmen für die Betroffenen immer unter dem Aspekt größtmöglicher Freiheit betrachtet. Im Fokus steht der Erhalt von Lebensqualität, das persönliche Wohlbefinden und die Würde der Betroffenen. Eine Einzelfallbetrachtung ist dabei immer unumgänglich.

Eine freiheitsbeschränkende Maßnahme anordnen und verantworten zu müssen, stellt sowohl für den rechtlichen Betreuer, oder den hierfür Bevollmächtigten als auch für den, die Maßnahme durchführenden Menschen, eine der schwersten Pflichten des Betreuungsrechtes dar. Um im Einzelfall eine angemessene Entscheidung treffen zu können, sind die rechtlichen Kriterien wie das Vorliegen einer ernstlich und konkreten Eigengefährdung, das Wohl des betroffenen Menschen und die Erforderlichkeit der Maßnahme abzuwägen. Dieses ist nur in enger Kooperation mit dem Pflege- oder therapeutischen Fachpersonal, den behandelnden Ärzten, dem Verfahrenspfleger und den Angehörigen möglich. Genau hier setzt der „Werdenfelser Weg“ an.

Der Werdenfelser Weg hat das Ziel, die Entscheidungsprozesse über die Notwendigkeit freiheitsentziehender Maßnahmen wie Bauchgurte, Bettgitter, Vorsatztische zu verbessern und Fixierungen in stationären Einrichtungen der Altenpflege auf ein unumgängliches Minimum zu reduzieren. „Mildere“ Schutzmaßnahmen und eine angemessene Kommunikation mit den Betroffenen zeigen große Wirksamkeit. Zeitgleich zur Verbreitung des Werdenfelser Wegs konnte bundesweit der jahrzehntelange Trend der ständig anwachsenden Fixierungsgenehmigungen erfreulicherweise umgekehrt werden.

„Unser Beitritt zum „Werdenfelser Weg“ ist eine bewusste und zeitgemäße Entscheidung für uns als Einrichtung und Team. Wir verpflichten uns dazu, die hohen Standards und Werte anzuwenden und umzusetzen. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität und das Wohlbefinden unserer Bewohner kontinuierlich zu verbessern und ihnen eine liebevolle sowie professionelle Pflege und Betreuung zu bieten und dabei möglichst auf freiheitseinschränkende Maßnahmen zu verzichten. Die Würde und Selbstbestimmung der uns anvertrauten Menschen stehen für uns dabei immer an erster Stelle“, erklärt Einrichtungsleitung Doris Frammelsberger, die künftig als Verfahrenspflegerin Fürsprecherin der Bewohner ist.

Durch die Mitgliedschaft im „Werdenfelser Weg“ hat das Seniorendomizil Haus Marienthal Zugang zu einem breiten Angebot an Ressourcen, Schulungen und Best Practices, um die Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern und auf dem neuesten Stand der Pflegepraxis zu bleiben. Wir sind stolz darauf, Teil dieses bedeutenden Netzwerks zu sein und freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Bewohnern, ihren Familien und unseren Mitarbeitern die Werte des „Werdenfelser Wegs“ zu leben und zu verwirklichen zum Wohle aller Beteiligten.

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