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Begriff Definition
Abszess

Ein Abszess ist eine Ansammlung von Eiter in einer sogenannten Abszesshöhle. Diese entsteht, wenn durch eine, teils minimale Verletzung der Haut Bakterien eindringen können. Die dadurch entstehende Eiteransammlung übt unangenehmen und oft sehr schmerzhaften Druck auf das umliegende Gewebe aus und ist hoch ansteckend. Daneben kann er beim Betroffenen auch für ein allgemeines Krankheitsgefühl und Fieber sorgen.

Grundsätzlich ist es möglich, Abzesse am ganzen Körper und sogar an den Organen zu bekommen, sehr häufig treten die schmerzhaften Entzündungen jedoch an Körperstellen auf, die einer permanenten Reibung ausgesetzt sind, wie beispielsweise an der Innenseite der Oberschenkel oder im Intimbereich. Ein Abszess muss in der Regel von einem Arzt behandelt werden; eine eigene Behandlung, speziell im Kopfbereich, kann sogar gefährlich sein. Durch unsachgerechte Öffnung kann der Eiter weitere Abszesse bilden und, falls er in den Blutkreislauf gerät, zu einer Blutvergiftung führen. Die klassische Behandlung beim Arzt ist die chirurgische Öffnung der Eiterhöhle und gegebenenfalls die Behandlung mit einem Antibiotikum. Der Eingriff selbst dauert etwa nur zehn Minuten und findet in der Regel unter örtlicher Narkose statt. Dabei wird der Abszess geöffnet, entleert und ausgespült. In die zurückbleibende Wunde wird eine Drainage gelegt und dann verbunden. Auf ein Zunähen der Wunde wird verzichtet, da sich erneut Bakterien ansiedeln könnten. Im Weiteren wird der der Betroffene vom behandelnden Arzt aufgeklärt, wie er zu Hause die Wundversorgung weiter zu führen hat.

Es gibt Abszesse, die immer wieder auftreten. In diesem Fall könnte eine bereits bestehende Vorerkrankung, wie zum Beispiel Diabetes, den Auslöser liefern.

Altenheim

Altenheim, Pflegeheim - siehe "stationäre Hilfe".

Altenpflege

Die Altenpflege befasst sich mit der Betreuung und Pflege von älteren Menschen. Dafür gibt es in Deutschland unterschiedliche Organisationsformen, wie die Hauskrankenpflege, der Ambulante Pflegedienst, Altenheime, Pflegeheime und die Gerontopsychiatrie. Die berufliche Altenpflege wird in der Regel von Altenpflegern, Gesundheits- und Krankenpflegern oder Altenpflegehelfern ausgeübt.

Ziel der Altenpflege ist es, auch im Alter den Senioren eine gleichbleibende Lebensqualität bieten zu können. Weil die geistigen und körperlichen Fähigkeiten mehr und mehr abnehmen sind der Erhalt und die Förderung der Selbstpflege der Betroffenen extrem wichtig. Dabei müssen neben den Senioren auch Ihre Angehörigen und involvierte Berufsgruppen wie behandelnder Arzt oder Ergotherapeut mit eingebunden werden. Durch den in Deutschland herrschenden Pflegenotstand werden auch immer mehr Ehrenamtliche speziell in die Förderung der sozialen Fähigkeiten eingebunden.

Altenpflegerin

In der Ausbildung zur „Altenpflegerin“ oder zum „Altenpfleger“ erlernt man die Pflege und Betreuung alter Menschen im Rahmen der ambulanten oder stationären Pflege. Zu den Aufgabenfeldern gehören sowohl die medizinische Behandlungspflege als auch die sozialpflegerische/psychiatrische Betreuung. Daneben nimmt die Dokumentation der durchgeführten Tätigkeiten einen hohen Stellenwert ein. Die Ausbildungsinhalte werden nicht mehr über Fächer definiert, sondern über Lernfelder.

Voraussetzung für die Ausbildung ist neben der gesundheitlichen Eignung ein Real- oder Hauptschulabschluss. Bei letzterem ist zusätzlich eine zweijährige Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/in erforderlich. Die Altenpflegeausbildung dauert grundsätzlich drei Jahre und gliedert sich auf in eine schulische und eine praktische Ausbildung. Die Gesamtverantwortung für die Ausbildung trägt die Altenpflegeschule.

Die praktische Ausbildung wird in einer stationären Pflegeeinrichtung und bei einem ambulanten Pflegedienst absolviert. In beiden Einrichtungen sind mind. 2.000 Gesamtstunden abzuleisten. Die Betreuung der Schüler wird von sog. Praxisanleitern übernommen. Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.

Altenpflegeschule

An Altenpflegeschulen kann man in einem dreijährigen Kurs den Beruf der Pflegefachkraft erlernen. Diese Berufsfachschulen sind entweder privat oder staatlich organisiert und mit durchschnittlich 70 Schülern recht klein aufgestellt. Der praktische Teil der Ausbildung wird oft in Pflegeheimen oder ambulanten Diensten absolviert. Der Schüler darf sich nach bestandener mündlichen und schriftlichen Prüfung „staatlich anerkannte/r Altenpfleger/in nennen.

Die Ausbildung basiert auf dem Bundesaltenpflegegesetz und den Schulgesetzen. Im Verlauf der drei Jahre soll den Schülern in Lernfeldern ein selbstständiges und eigenverantwortliches Handeln, ein ganzheitliches Wissen und Verständnis pflegerischer Aufgaben vermittelt werden. Ein weiterer wichtiger Lerninhalt besteht in der sozialen Betreuung der Heimbewohner.

Beschäftigungstherapie

Früher nannte man diese Therapieform Arbeits- und Beschäftigungstherapie, heute ist der Begriff der „Ergotherapie“ geläufig.

Betreutes Wohnen

Unter dem Begriff Betreutes Wohnen versteht man im Allgemeinen Wohnformen, (z.B. eine Wohnanlage) in denen bestimmte Personenkreise wie Senioren, psychisch kranke, obdachlose und behinderte Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben geboten wird. Unterstützung und Betreuung erfahren Sie durch Sozialarbeiter, Psychologen, Erzieher, Therapeuten oder Pflegekräfte. Betreutes Wohnen bietet somit den Komfort einer vollwertigen Wohnung in Kombination mit einer professionellen Betreuung. Speziell ältere Menschen ist zudem die Sicherheit, Barrierefreiheit und gleichzeitig die relative Autonomie im Betreuten Wohnen wichtig.

Biografiearbeit

Das von Robert N. Butler entwickelte Konzept einer Lebensrückschau (life-review) beinhaltet den zielgerichteten Gestaltungsprozess der „Biografiearbeit“. Sie beinhaltet die Beschäftigung mit der eigenen Lebensgeschichte im Sinne einer biografischen Selbstreflexion. In Pflegeeinrichtungen wird zum einen die gesprächsorientierte Biografiearbeit durchgeführt, in deren Rahmen Gespräche mit vorgegebenen Themen wie Feste, Schulzeit, Familienleben usw. stattfinden. Zum anderen arbeitet man nach der aktivitätsorientierten Biografiearbeit. Hier werden aktive, alltägliche Tätigkeiten wie Singen traditioneller Lieder oder hauswirtschaftliche Aktivitäten (Kochen, Beete bepflanzen usw.) unternommen.

Der Ablauf lässt sich in drei Schritte gliedern:

  1. Die Förderung der autobiografischen Kompetenzen. Beinhaltet auch das Auseinandersetzen mit der eigenen Vergangenheit
  2. Die Rekonstruktion der eigenen Lebensgeschichte. Beinhaltet, ein Verständnis für das eigene vergangene Handlen zu entwickeln.
  3. Die Integration der eigenen Lebensgeschichte: Beinhaltet die Versöhnung mit sich selbst, respektive den erlebten Widersprüchen und Scheitern.

Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse sollen eingesetzt werden:

• als Lebensbilanz , durch die Erinnerung an die Vergangenheit • als Unterstützung der Lebensbewältigung in der Gegenwart • als Lebensplanung für die Zukunft

Chirurgie

Die Chirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet, welches sich speziell mit der Vorsorge, Erkennung, Therapie und Rehabilitation von bestimmten Krankheitsbildern beschäftigt. Darunter fallen hauptsächlich:

• Verletzungen (und Folgen) • Angeborene sowie erworbene Fehlbildungen • Chirurgische Erkrankungen

Daneben gibt es noch die Wiederherstellungs- und Transplantationschirurgie. Der Fokus der Chirurgie liegt in der operativen Behandlung des Patienten.

Die Chirurgie ist in Deutschland in folgende Fachgebiete unterteilt:

• Allgemeine Chirurgie • Gefäßchirurgie • Handchirurgie • Herzchirurgie • Kinderchirurgie • Mund-Kiefer-Chirurgie • Neurochirurgie • Orthopädie und Unfallchirurgie • Plastische Chirurgie • Thoraxchirurgie • Viszeralchirurgie

Dekubitus

Unter Dekubitus versteht man das Wundliegen einer oftmals permanent bettlägerigen oder sitzenden Person durch zu wenig oder falsche Lagerung. Es ist eine Gewebeschädigung, die durch hohen und länger anhaltenden Druck oder Reibung auf eine Körperstelle entsteht. Daher spricht man in diesem Zusammenhang auch oft von „Druckgeschwür“. Durch eingeschränkte Mobilität und Veränderungen der Haut (z.B. durch Medikamenteneinwirkung, verringerte Spannkraft, trockene Haut durch zu wenig trinken etc.) sind ältere Menschen hiervon besonders häufig betroffen.

Ein Dekubitus kann unterschiedlich groß und tief sein. Meist infiziert sich die Stelle, tiefe Wunden haben oft einen operativen Eingriff zur Folge. Meist müssen starke Schmerzmittel verabreicht und zwei- bis dreimal am Tag Verbandswechsel vorgenommen werden. Die Behandlung kann sich über mehrere Monate hinziehen. Neben den starken Schmerzen haben die Betroffenen auch unter psychischen Problemen wie Vereinsamung und Depressionen zu leiden.

Daher nimmt die Verhinderung eines Dekubitus einen sehr hohen Stellenwert ein. Allein schon durch regelmäßiges und gezieltes Lagern der Personen kann das Risiko verringert werden. Hinzu kommen spezielle Schlafsysteme (Schaumstoffmatratzen, Wasserbetten etc.). Ebenso ist auf die gründliche Pflege und Beobachtung der speziell gefährdeten Hautpartien zu achten.

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